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About Traegi

History and Experience

Mein Name ist Sebastian Traegner, aber Hey, nenn mich bitte „Traegi“. Ich bin weit gereist, durch die USA, China, Europa und Nordafrika. Ich liebe das Fotografieren, das Reisen, Kulturen, Kunst und Kaffee. Vor allem aber liebe ich all das, was das Fotografieren ist. Denn darum geht es doch: Den ehrlichen, klaren und mutigen Blick auf die ganz besonderen Momente – kurz: auf das Leben.

Ich lebe in Köln und arbeite auf der ganzen Welt. Ich war lange in der Modebranche tätig und avancierte schrittweise zum Fotokünstler. Neben meiner freien künstlerischen Tätigkeit realisiere ich auch Fotos- und Modestrecken für Magazine wie Vogue Italia u.a. Ich war neben Annie Leibovitz, Ray Barbee u.a. teilnehmender Künstler an der weltweiten Kampagne von Leica Camera und fotografiere im Auftrag von Kulturinstitutionen wie BMW Gallery, Schauspiel Köln, Tanzhaus NRW sowie dem Landesmuseum Darmstadt. Außerdem bin ich seit 2021 Mitglied der deutschen Gesellschaft für Photographie. Meine Werke sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Work Philosophy

Die meiste Zeit ziehe ich durch die Straßen der Großstädte der Welt – und dokumentiere das Leben derjenigen, die in der Gesellschaft längst vergessen wurden – und doch mittendrin sind. Sie werden nicht gesehen und nicht gehört. Die Kontroverse, die Kluft zwischen arm & reich, ist erschreckend – und doch: unser Leben. Ich fotografiere, um zu erzählen – und zu bewegen.

Attention to Details

Aus dem Abseitigen, Banalen, ja vermeintlich Hässlichen schöpfe ich eine poetische Schönheit, die zwischen Elegie und Hoffnung schwebt. Genauso, wie ich dem offenkundig Inszenatorischen der Mode- und Aktfotografie, die größtenteils auf Makellosigkeit angelegt ist, eine immanente Verletzlichkeit und psychologische Tiefe abtrotze.
Es ist nicht das Motiv, das ich einfange; es sind vielmehr die Emotionen und Brüche dahinter, die ich sichtbar mache. Dabei spiele ich mit den Erwartungen und Assoziationen des Betrachters und unterlaufe das Klischee mit einem ästhetischen Gegenentwurf, wo plötzlich neue Regeln von Anmut und Würde vorherrschen.
So inszeniere ich soziale Malaisen wie Obdachlosigkeit, Armut und Kleinkriminalität in träumerischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Indem ich ihnen das Dokumentarische, Voyeuristische verweigere und stattdessen auf die Mittel der Ästhetisierung setze, vermag ich es umso mehr, die Schattenseiten von Urbanität, Globalisierung und Turbokapitalismus eindringlich aufzuzeigen. Wir sind berührt, betört – und schauen genauer hin, statt womöglich abzublocken und geschockt wegzusehen.
Damit kreiere ich eine alternative Magie, ein entgegengesetztes Storytelling, wo notleidenden Menschen und ihrer Umgebung ein Antlitz der Erhabenheit zuteil wird. Indem ich jene Menschen und Phänomene, die wir zu übersehen gelernt haben, aus ihrem gängigen Kontext löse und dem Duktus der Kunst anheimgebe, überführe ich sie in unsere „Gegenwelt“. Werfe ein neues Narrativ auf. Verankere sie in unserem Bewusstsein. Gebe ihnen eine visuelle Stimme.

Meine Körperstudien führen das Konzept der Augenhöhe zwischen Kunst-Objekt und Kunst-Schöpfer fort; obschon erotisch inszeniert, geht es hier niemals um Entblößung oder Sexualisierung, sondern um die reine, unverstellte Schönheit von Physis und Anatomie. Ich banne Linienführungen und Kurvenverläufe des weiblichen Körpers, spielt mit Licht- und Schatteneffekten, streue Accessoires wie Blumen oder Gräser ein und schaffe so eine fast abstrahierte Ansicht auf Nacktheit. Die dennoch ungemein sinnlich und berührend ist.